IP-Kamera
Eine IP-Kamera überträgt ihr Bild digital über ein Netzwerk statt über ein klassisches Videokabel. Das macht die Integration in ein bestehendes IT-Netzwerk meist einfacher als bei analogen Systemen. In der Praxis ist eine vorhandene IP-Kamera oft der einfachste Ausgangspunkt für eine Anbindung — mehr dazu in Vorhandene Überwachungskameras weiterverwenden.
Analoge Kamera
Analoge Kameras übertragen ihr Bild als klassisches Videosignal, meist über Koaxialkabel, und benötigen einen passenden analogen Rekorder oder Konverter für eine digitale Weiterverarbeitung. Eine Anbindung an ein IP-basiertes System ist dadurch grundsätzlich möglich, aber aufwendiger als bei einer bereits vorhandenen IP-Lösung.
ONVIF
ONVIF ist ein herstellerübergreifender Industriestandard, der die Kommunikation zwischen Kameras, Rekordern und Software unterschiedlicher Hersteller vereinheitlicht. Unterstützt eine Kamera ONVIF, lässt sie sich in der Praxis meist deutlich unkomplizierter in ein neues System integrieren. Ausführlich erklärt in ONVIF, RTSP, PoE und NVR einfach erklärt.
RTSP
RTSP ist ein weit verbreitetes Protokoll zur Übertragung von Videostreams über ein Netzwerk. Es wird häufig gemeinsam mit ONVIF genutzt, um das Live-Bild einer Kamera an ein anderes System weiterzugeben. Details dazu in ONVIF, RTSP, PoE und NVR einfach erklärt.
PoE
Power over Ethernet (PoE) versorgt eine Kamera über dasselbe Kabel mit Strom, über das auch die Daten übertragen werden — ein separates Stromkabel entfällt dadurch. Das vereinfacht Installation und Wartung erheblich, besonders bei Kameras an schwer zugänglichen Stellen.
NVR
Ein Network Video Recorder (NVR) speichert und verwaltet die Videostreams mehrerer IP-Kameras zentral im Netzwerk. Ein vorhandener NVR kann bei einer Neuplanung weiterverwendet werden, wenn er selbst über eine offene Schnittstelle verfügt.
DVR
Ein Digital Video Recorder (DVR) ist das Pendant zum NVR für analoge Kamerasysteme — er digitalisiert und speichert die eingehenden analogen Videosignale. Bei älteren Anlagen ist häufig eher der DVR als die Kamera selbst der limitierende Faktor für eine Weiterverwendung.
Brennweite
Die Brennweite eines Kameraobjektivs bestimmt, wie weitwinklig oder wie stark gezoomt ein Bildausschnitt ausfällt. Eine falsch gewählte Brennweite liefert selbst am richtigen Montageort ein unbrauchbares Bild — mehr dazu in Wie viele Kameras braucht ein Gewerbeobjekt?.
Sichtfeld
Das Sichtfeld beschreibt den tatsächlich von einer Kamera erfassten Bereich, abhängig von Brennweite, Montageposition und Winkel. Ein zu klein geplantes Sichtfeld erzeugt tote Winkel, ein zu groß gewähltes verschlechtert oft die Erkennbarkeit von Details.
Infrarot
Infrarot-LEDs strahlen für das menschliche Auge unsichtbares Licht ab und ermöglichen so ein Kamerabild bei Dunkelheit. Die tatsächlich nutzbare Reichweite hängt stark von Umgebung und Witterung ab — ausführlich erklärt in Kameraüberwachung bei Nacht.
WDR
Wide Dynamic Range (WDR) beschreibt die Fähigkeit einer Kamera, gleichzeitig sehr helle und sehr dunkle Bildbereiche erkennbar darzustellen — etwa bei Gegenlicht durch eine Tür oder ein Fenster. Ohne WDR wirken solche Szenen entweder überstrahlt oder komplett schwarz.
Bewegungserkennung
Bewegungserkennung löst bei Veränderungen im Kamerabild eine Reaktion aus, etwa eine Aufzeichnung oder Benachrichtigung. Ohne sorgfältige Konfiguration reagiert sie auch auf Pflanzen, Tiere oder Lichtveränderungen — mehr dazu in Fehlalarme bei Kameras reduzieren.
Objektklassifikation
Objektklassifikation versucht, zwischen Personen, Fahrzeugen, Tieren und anderen Objekten im Bild zu unterscheiden, statt nur auf jede Bewegung gleich zu reagieren. Das kann Fehlalarme reduzieren, ersetzt eine sorgfältige Positionierung und Konfiguration aber nicht vollständig.
Push-Benachrichtigung
Eine Push-Benachrichtigung informiert unmittelbar über ein erkanntes Ereignis, meist direkt auf dem Smartphone. Sie ist ein zentraler Baustein der technischen Alarmkette — mehr dazu in Von der Bewegungserkennung bis zur Intervention.
Lokale Speicherung
Bei lokaler Speicherung verbleiben die Aufnahmen auf einem Gerät vor Ort, etwa einem NVR oder einer Festplatte im Objekt. Das bedeutet Unabhängigkeit von einer durchgehenden Internetverbindung, aber auch eigene Anforderungen an Schutz und Zugriff — Vergleich in Lokale Videoaufzeichnung oder Cloud?.
Cloudspeicherung
Bei Cloudspeicherung werden Aufnahmen extern bei einem Anbieter abgelegt statt vor Ort. Das kann den Zugriff von unterwegs vereinfachen, hängt aber von einer stabilen Internetverbindung und Vertrauen in den jeweiligen Anbieter ab — mehr dazu ebenfalls in Lokale Videoaufzeichnung oder Cloud?.
Ereignisweiterleitung
Ereignisweiterleitung beschreibt den technischen Prozess, ein erkanntes Ereignis von der Kamera zum jeweiligen Empfänger zu übertragen — etwa an eine App oder ein Benachrichtigungssystem. Sie ist bei Smart Guard bereits ein aktiver, technischer Baustein.
Alarmkette
Die Alarmkette beschreibt den gesamten Ablauf von der Erkennung eines Ereignisses über die Verarbeitung und Weiterleitung bis zur möglichen Reaktion. Wie diese Kette bei Smart Guard konkret aufgebaut ist — inklusive ehrlicher Einordnung, was bereits verfügbar ist —, erklären wir in Von der Bewegungserkennung bis zur Intervention.
Intervention
Intervention bezeichnet eine tatsächliche Reaktion vor Ort auf ein erkanntes Ereignis. Bei Smart Guard ist ein Interventionsdienst ausschließlich nach individueller Vereinbarung verfügbar — mehr dazu auf unserer Seite Interventionsdienst.